RUST IN PEACE · SPIELERGUIDE

Tierhaltung: Kühe & Schafe

Vom ersten Tier bis zur eigenen Herde: So versorgst du deine Tiere und gewinnst Milch, Wolle und Nachwuchs.

Stand: 9. Oktober 2026 · Rust PC

Wild gefunden, gekauft oder selbst gezüchtet?

Die Herkunft und die Haltung sind zwei verschiedene Dinge. Ein gekauftes Tier kann frei auf deiner Weide laufen. Ein ursprünglich wildes Tier kann nach der Zähmung im Gehege leben. „Freilaufend“ bedeutet deshalb nicht automatisch „wild und ungezähmt“.

So unterscheiden sich die drei Ausgangssituationen
HerkunftDein EinstiegZucht und Verkauf
Wildes Tier auf der KarteZuerst Vertrauen aufbauen und das Tier zähmen. Erst danach kannst du es zuverlässig führen und für deine Farm nutzen.Ein freilaufendes Wildtier ist noch kein fertiges Zuchttier. Bindung und weitere Zuchtvoraussetzungen müssen erfüllt sein. Beim Händler zählt ein eingefangenes Tier als nicht selbst gezüchtet.
Gekauftes Kalb oder LammJungtiere erhältst du beim Händler am Pferdestall. Laut Anleitung zum Stand vom 2. Oktober starten gekaufte Tiere bereits zahm. Das ist ein anderer Einstieg als das Zähmen eines Wildtiers.Ein gekauftes Jungtier muss erst erwachsen werden, bevor du es zur Zucht einsetzt. Kaufen und Aufziehen zählt beim späteren Verkauf nicht als eigene Zucht.
Nachwuchs deiner FarmDas Tier entsteht durch die Paarung deiner Tiere und erbt Gene seiner Eltern. Auch dein eigener Nachwuchs braucht Platz und Versorgung.Nach dem Aufwachsen kann er für die weitere Zucht infrage kommen. Beim Händler entfällt der Herkunftsabschlag für wild gefangene oder gekaufte Tiere.

Der belegte Unterschied beim Verkauf: Facepunch hat für wild gefundene und gekaufte Tiere einen Abschlag gegenüber durch Zucht geborenen Tieren vorgesehen. Wie gut ein einzelnes Angebot ausfällt, hängt zusätzlich von der Qualität des Tieres ab. „Gekauft“ bedeutet also nicht automatisch „bessere Gene“ oder „höherer Verkaufspreis“.

Versionshinweis zum Kauf: Die Angabe „bereits zahm“ stammt aus dem Guide zum Serverstand vom 2. Oktober. Prüfe nach dem Kauf die aktuelle Bindungsanzeige und die verfügbaren Interaktionen. Die spätere 15-Minuten-Korrektur beschreibt nicht separat, wie gekaufte Tiere initialisiert werden; deshalb nennen wir dafür keine zusätzliche, unbestätigte Wartezeit.

Freilaufende Zuchttiere oder Tiere im Gehege?

Freilauf / Weide

Hier geht es um bereits gezähmte Tiere, die auf geeignetem natürlichem Boden grasen können. Sie benötigen trotzdem erreichbares Frischwasser, ausreichend Freiraum und zuverlässige Versorgung. Nachwuchs kann die Weide zunehmend überfüllen.

Gehege / Stall

Du hältst deine Tiere in einem abgegrenzten Bereich. Auf Boden ohne geeignete Grasfläche musst du die Futterversorgung über den Trog sicherstellen. Lass Zugänge frei und verhindere enge Ansammlungen am Futter- und Wasserplatz.

Für beide gilt: Ob das Tier ursprünglich gekauft oder wild gefangen wurde, ersetzt weder Futter noch Wasser oder Platz. Eine freie Weide und ein Stall sind Haltungsformen – keine unterschiedlichen Tierarten oder automatischen Qualitätsstufen.

Ungezähmte Wildtiere werden im ursprünglichen System anders behandelt: Sie sterben nicht allein wegen unversorgter Bedürfnisse wie zahme Farmtiere. Übertrage diese Regel deshalb nicht auf deine gekauften oder gezähmten Tiere.

1. Bereite dein Gehege vor

Starte am besten mit wenigen Tieren. Baue ein geräumiges Gehege mit den neuen Tierzäunen und Tiergattern und stelle einen Hitch & Trough auf – den Anbindepfosten mit Futtertrog. Befülle ihn mit geeignetem Futter und Frischwasser, bevor du die Tiere hineinbringst.

Halte den Weg zum Trog frei. Die Tiere müssen selbst dorthin gelangen können. Geeigneter Grasboden bietet zusätzlich die Möglichkeit zu grasen; ein winziger abgezäunter Fleck ersetzt keine zuverlässige Versorgung.

2. Wildtiere zähmen und Tiere führen

Bei einem Wildtier: Bleibe wach und in der Nähe des Tieres, damit es Vertrauen zu dir aufbaut. Verletze es nicht. Bullen können zu Beginn aggressiv sein. Sobald genügend Vertrauen vorhanden ist, kannst du das Tier über seine Interaktion an einer Leine führen. Gehe ruhig zur Base und vermeide Hindernisse, an denen es hängen bleibt.

Führen ist nicht dasselbe wie vollständig binden: Facepunch hat in einer Korrektur das Führen nach etwa 5 Minuten beibehalten, die vollständige Bindung für die Fortpflanzung aber auf 15 Minuten erhöht. Das gilt für Server mit dieser Änderung. Ein älterer Guide mit „5 Minuten bis zur Zucht“ beschreibt den vorherigen Stand.

Schlafende Spieler zähmen nicht nebenbei. Solange die Bindung noch unvollständig ist, kann das aufgebaute Vertrauen nach dem Weggehen wieder abnehmen.

3. Futter, Wasser und Platz – alle drei zählen

Kontrolliere regelmäßig die Bedürfnis- und Zustandsanzeigen am Tier. Nahrung allein reicht nicht: Fehlendes Wasser oder zu wenig Freiraum können den Zustand ebenfalls verschlechtern.

Futter

Lege zum Beispiel Kartoffeln, Kürbisse, Mais oder Weizen in den Futterbereich des Trogs. Kalorienreichere Nahrung sättigt stärker. Verdorbenes Gemüse ist kein brauchbares Futter.

Frischwasser

Der Hitch & Trough hat rechts einen Wasserbehälter. Fülle dort Frischwasser ein. Über den Wasseranschluss kannst du den Trog auch mit einem Schlauch versorgen.

Freiraum

Verteile deine Tiere und vermeide enge Ansammlungen. Mit jedem Jungtier wächst die Herde – kontrolliere deshalb auch nach Geburten, ob das Gehege noch ausreicht.

Für weniger Handarbeit unterstützt der Futterbereich einen Lageradapter. So lässt sich Nahrung über das Industriesystem nachliefern. Prüfe trotzdem, ob die Tiere tatsächlich fressen und trinken.

Vor dem Ausloggen: Futtervorrat, Wasserstand, Zustand und freie Wege kontrollieren. Im ursprünglichen Tierhaltungssystem können schlecht versorgte zahme Tiere sterben. Ein gefüllter Trog allein ist keine Garantie, wenn die Tiere ihn nicht erreichen oder wegen eines Fehlers nicht benutzen.

4. Was bekommst du von deinen Tieren?

Die wichtigsten Erträge
TierErtragSo funktioniert es
KuhMilchEine zahme weibliche Kuh lässt sich über die Interaktion melken, wenn Milch bereitsteht. Bullen geben keine Milch.
SchafWolleSchere die bewollten Körperstellen mit einem geeigneten Messer. Bearbeite kahle Stellen nicht weiter: Das verletzt das Schaf.
BeideDung und SchlachterträgeDung wird im Laufe der Haltung produziert. Beim Schlachten erhältst du unter anderem Fleisch, Knochen und Leder.

Milch- und Wollmenge sowie die Wartezeit hängen von den Genen ab. Deshalb liefert nicht jedes Tier denselben Ertrag.

Milch weiterverarbeiten: Nach vier Stunden im Kühlschrank erhältst du die Möglichkeit, Milch abzuschöpfen. Dabei entstehen Magermilch und Sahne. Milch und Sahne werden auch für neue Rezepte verwendet.

5. Nachwuchs und Gene

Für Nachwuchs brauchst du ein erwachsenes männliches und weibliches Tier derselben Art. Beide müssen die nötige Bindung haben und ausreichend versorgt sein. Wild gefangene Tiere musst du dafür zunächst zähmen; gekaufte Kälber und Lämmer müssen erst aufwachsen. Die Paarung erfolgt automatisch, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Eine bestehende Schwangerschaft, eine Erholungsphase oder Überfüllung können weitere Paarungen verhindern.

Die Genanzeige beschreibt Eigenschaften wie Ertrag, Fruchtbarkeit und Widerstandsfähigkeit. Nachwuchs erbt Gene seiner Eltern. Gute sichtbare Gene garantieren deshalb nicht automatisch identischen Nachwuchs. Vermeide Paarungen zwischen nahen Verwandten, da Inzucht die Eigenschaften verschlechtert.

Verkaufen: Ausgewachsene Tiere kannst du zum neuen Händler am Pferdestall führen. Auch Wolle nimmt er an. Bei einem Verkauf bekommst du bis zu drei Angebote; lehnst du alle Angebote für ein Tier ab, kauft er dieses Tier für 15 Minuten nicht.

6. Wenn etwas nicht funktioniert

Der Trog ist voll, aber mein Tier frisst nicht.

Prüfe zuerst, ob das Futter noch brauchbar ist und das Tier den Trog ohne blockierten Weg erreichen kann. Kontrolliere außerdem Wasser und Freiraum. Facepunch arbeitet an Fehlern beim Fressen an Trögen und im Gehege. Meldet euch beim Team, wenn die Versorgung trotz freier Wege und geeignetem Futter nicht funktioniert.

Warum bekommen meine Tiere keinen Nachwuchs?

Kontrolliere Art, Geschlecht, Erwachsenenstatus, Bindung und Versorgung. Prüfe auch, ob das Weibchen bereits trächtig ist oder eine Wartezeit läuft. Zu viele Tiere können die Zucht stoppen. Manche Server beschränken die Fortpflanzung zusätzlich auf die Nähe des zugehörigen Werkzeugschranks.

Sind Tiere unsterblich, wenn ich sie nicht füttere?

Verlasst euch nicht darauf. Für den ursprünglichen veröffentlichten Stand gilt: Vernachlässigte zahme Tiere können sterben. Facepunch entwickelt Änderungen an Hunger und Lebensdauer; ein Eintrag im Entwicklungsprotokoll bedeutet aber nicht, dass diese bereits auf unserem Server aktiv sind.

Quellen & Versionsstand

Herkunft und Verkauf: Facepunch: Herkunftsabschlag beim Händler. Grundlagen: Facepunch: Livestock-Update. Bindung: Facepunch: Korrektur auf 15 Minuten. Versorgung und Erträge: RustLite: Tierhaltung. Zucht und Gene: Rust-a-Man: Tiergenetik (Stand 2. Oktober). Aktuelle Fehlerkorrekturen: Facepunch: Livestock-Hotfixes.

Die exakte Serverversion wurde für diese Anleitung nicht geprüft. Bei abweichendem Verhalten zählt der aktuelle Spielstand auf dem jeweiligen Server.

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